das Jahr vor Landtagswahlen könnte die Parteien beflügeln, ihre Grundsätze der ablaufenden Wahlperiode zu Überdenken, aufzufrischen, zukunftsfähig zu machen. Auf der politischen Agenda haben Themen wie die Bedeutung von Bildung, Chancengerechtigkeit, Migration, Integration und Inklusion höchste Priorität. Das alles unter dem Damoklesschwert der demografischen Entwicklung. Bei Einbeziehung der Schuldenbremse sind kreative Lösungen, mutige Entscheidungen und ein weitgehender Verzicht auf Klientelpolitik gefragt. Wir alle wissen, dass im Bildungsbereich inhaltlich und berufspolitisch noch viele Baustellen zu bearbeiten sind, z. B. Ausgestaltung der Schulstruktur, Übergänge, Ganztagsschulen, kleine Systeme, Klassengrößen, Lehrerbildung, Fortbildung, Arbeitszeit der Lehrkräfte, Unterrichtsverpflichtungen, sichere Arbeitsverträge, Sonderzahlungen, Laufbahnregelungen.
Die CDU als Regierungspartei hatte angekündigt, ihr Regierungsprogramm im öffentlichen Dialog entstehen zu lassen. Den Aufschlag der Veranstaltungen machte der Bildungsbereich. Es müssen wohl Befürchtungen auf ungeliebte Beiträge der Grund gewesen sein, dass die angefragten Dialogpartner nicht zu Wort kamen. Dafür gab es Altbekanntes zu hören, von Offenheit und Flexibilität keine Spur. Alles ist gut, wie es ist. Nur niemandem weh tun. Das Zulassen aller Möglichkeiten zeugt nicht von Entscheidungsfreude und einem klaren Konzept für das Ganze.
Die Verantwortung für das Bildungswesen ist das Kernstück für die Existenzberechtigung der Bundesländer. Die Partei, die Regierungsverantwortung hat oder übernehmen will, steht damit in der Verantwortung für das System und für das zugehörige Personal.
Eine Online-Plattform gibt die Möglichkeit der Beteiligung. Liebe Kolleginnen und Kollegen, es geht um Ihren Arbeitsplatz.