Ausgabe 2 - 2016

Das ABC der ersten 100 Tage – Referendariat ohne Praxisschock

 
 

ACHTSAMKEIT
Zur Achtsamkeit gehört, zu tun, was einem guttut und Freude bereitet. Achtsamkeit braucht die volle Konzentration auf das, was gerade ansteht. Dabei geht es um die Achtsamkeit für sich selbst und andere. Wer bewusst jeden Tag beginnt und ausklingen lässt, beherrscht den Alltag mit Gelassenheit. Rituale, den Tag zu begrüßen und zu beenden, geben dem Alltag Struktur. Am Abend
ein Resümee für den Tag vorzunehmen sowie ganz einfach in den Kalender zu schauen, was am nächsten Tag ansteht, bewahrt davor, etwas Wichtiges zu verpassen.
BMI
Body-Mass-Index ist eine wichtige Zielgröße. Ist der BMI zu hoch, kann es leicht dazu kommen, dass es nicht zur Festanstellung kommt. Schon gar nicht im Beamtenverhältnis. Mit einem Angestelltenvertrag könnten Auflagen zur Nachbesserung (d. h. Gewichtsreduktion) erfolgen. Wer sich am Anfang des Vorberei-tungsdienstes mit den schweren Tatsachen konfrontiert, hat eben noch 18 Monate vor sich, um die Kilos loszuwerden.
Computer
Er ist das nahezu wichtigste Arbeitsmittel für das Referendariat und den Berufsalltag. Wer tatsächlich das Studium ohne Laptop und Internetanschluss überstanden hat, muss nun investieren (in der Steuererklärung Werbungskosten und Abschreibungen angeben!).

Didaktische Reduktion
Das ist der gute Anfang jeder Unterrichtsplanung. Die Fachwissen-schaft gehört zum Universitätsstudium vorrangig dazu. Die nun im Unterricht zu vermittelnden Inhalte für die jeweiligen Lerngruppen verstehbar zu machen und methodisch klar und ergebnisorientiert zu vereinfachen, das ist die hohe Lehrkunst. Dazu braucht es
Übung und viel Verständnis für die Lernenden und sich selbst. Den Mut zur Lücke ebenso und den klaren Blick für das Wesentliche. Wichtige Frage dabei ist: Braucht man das wirklich? Was ist das wirklich Wichtige?
Entspannung
muss sein. Die Schaarschmidt-Studie „Fit für den Lehrerberuf“ bringt auf den Punkt, was zur Lehrergesundheit gehört. Wer konzentriert arbeitet, muss Entspannung einplanen. www.persoenlichkeitspsychologie-potsdam.de/Lehrerstudie.htm
Fehler
gehören dazu. Die mentale Einstellung, die Lehrerausbildung als eine Art Trainingsprogramm anzunehmen, ist Voraussetzung für die selbstkritische Wahrnehmung und den kons truktiven Umgang mit Fremdkritik. „Der Morgen ist weiser als der Abend“ (Indianersprichwort) – erst mal eine Nacht darüber zu schlafen, bringt Distanz und Klarheit in die Sache. Wer Schwachstellen erkennt, kann sie beheben, Alternativen entwickeln und das Ganze
optimieren.

 

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