Veranstaltungen Junger VBe

 
 

Start in den Lehrerberuf gesund bewältigen

Bereits zum fünften Mal veranstaltete das Kompetenzzentrum für Lehrerfortbildung gemeinsam mit dem Zentrum für Lehrerbildung und in Kooperation mit dem VBE einen Fachtag für Lehrkräfte in der Universität Vechta.
Eingeladen waren Lehrerinnen und Lehrer, die sich in der Berufseinstiegsphase oder im Vorbereitungsdienst befinden. Etwa 60 Teilnehmer konnte Dr. Niels Logemann, Fortbildungsbeauftragter des Kompetenzzentrums für Lehrerfortbildung, zu dieser Fortbildung begrüßen. Er erläuterte in seiner Einführung die Bedeutung der Lehrergesundheit für den Berufseinstieg. Im Vordergrund des Fachtages stehe die Frage, wie junge Lehrkräfte den Übergang in den Beruf gesund bewältigen können.

 
 
 

 Angesichts der Tatsache, dass aufgrund verschlechterter Rahmenbedingungen die Anforderungen an Lehrkräfte immer vielfältiger werden, sei es notwendig, die jungen Lehrerinnen und Leh-

rer für die Bedeutung ihrer Gesundheit im Hinblick auf ein positives Berufserleben zu sensibilisieren. Die Lehrkräfte sollen beim Fachtag einen Einblick in ein zwar bekanntes, aber noch nicht ausreichend beachtetes Feld des Lehrerberufs bekommen: den Umgang mit der
eigenen Gesundheit und die Entwicklung von Schutzmechanismen.
Franz-Josef Meyer, VBE-Landesvorsitzender appellierte an die jungen Lehrkräfte, von Anfang an Arbeit und Gesundheit in Einklang zu bringen: „Nur eine gesunde Schule ist eine gute Schule“, stellte Meyer fest und empfahl den Teilnehmern, zur Erhaltung der Arbeitskraft für ein gesundes schulisches Umfeld zu sorgen.
Ein Faktor, dem in diesem Zusammenhang bislang noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird, ist die Reflexion über das eigene Handeln als Lehrperson. Die Referent(inn)en Professorin Dr. Yvette Völschow und Wilhelm Bruns bearbeiteten das Thema in ihrem Vortrag „Professionalisierung der Berufsrolle durch Reflexion – Herausforderungen und Möglichkeiten im Lehrer(innen)beruf“ und konnten zeigen, wie wichtig bereits im Studium, aber mindestens im späteren Beruf die reflexive Auseinandersetzung mit der eigenen Berufsrolle ist.
Anhand von Beispielen aus der Schulpraxis und eigenen Forschungsergebnissen zeigten sie den Teilnehmer(inne)n dazu Möglichkeiten auf. In der nächsten zeitnah-Ausgabe wird dazu ein ausführlicher Beitrag von Prof. Völschow erscheinen.
Am Nachmittag wurde das Rahmenthema Gesundheit in vier Workshops vertieft. In diesen wurden Aspekte wie Elterngespräche, der Umgang mit vermeintlich schwierigen Schüler(inne)n oder auch der Umgang mit den eigenen zeitlichen Ressourcen behandelt. Ebenso wurde ein spezielles Programm zur Vereinbarung von Arbeit und Gesundheit im Lehrerberuf vorgestellt.                                                 fjm


Herbst 2016
 
 

Herbsttreffen des Jungen VBE-Bund (Nachlese)

Anschaulich, spannend, unterhaltsam, aber auch nachdenklich führte Prof. Dr. Uwe Becker in seinem Vortrag „Die Inklusionslüge“ zu Beginn des Deutschen Lehrertages 2017 in ein aktuelles Thema der bundesdeutschen Bildungspolitik ein. Er sprach vielen Kolleginnen und Kollegen aus der Seele, denn Inklusion ist nicht nur eine Frage der persönlichen Haltung einer jeden Lehrkraft, sondern auch eine Sache von Ressourcen, für die Politik unbedingt Sorge tragen muss. Insbesondere der Blick auf den föderalen Flickenteppich zeigte die unterschiedliche Umsetzung der Inklusion. Quantität und Qualität klaffen weit auseinander. Auch wir vom Jungen VBE machen uns weiterhin stark für einen guten Einstieg ins Berufsleben. ................. mehr!


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Gemeinsam handeln – (neue) Herausforderungen für den Berufseinstieg

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Ein erfolgreicher Berufseinstieg verlangt jungen Lehrkräften einiges ab. Deshalb stand für den diesjährigen 5. Fachtag am 17. März 2016 für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger des Kompetenzzen- trums für Lehrerfortbildung der Universität Vechta, in Zusammenarbeit mit dem VBE, das Thema des gemeinsamen Unterrichtens im Mittelpunkt. Neben den Herausforderungen im Umgang mit Schü-
lerinnen und Schülern sowie Eltern
wird der Teamgedanke in Schule
zunehmend wichtiger, insbesondere
unter den Bedingungen eines inklusiven Unterrichts.

Zur Begrüßung stellte Herr Dr. Niels Loge-
mann, Leiter des Kompetenzzentrums Leh-
rerfortbildung, das Thema des Fachtages
vor. Dabei betonte er, wie wichtig Kompe-
tenzen für die Zusammenarbeit sind und
dass die Einführung der inklusiven Schulen
und Ganztagsschulen sowie die wachsen- de Heterogenität in den Klassen die Forderungen nach Teamarbeit im Umfeld Schule verstärken. Er sieht einen großen Vorteil darin, dass durch die Arbeit im Team mehr Facetten der Schüler wahrgenommen werden können. Gleichzeitig stellt es die Lehrkräfte vor neue Herausforderungen, nämlich sich der Teamarbeit positiv zu stellen.
Der Austausch erfordert Zeit, die den meis-
ten Lehrkräften bereits jetzt schon fehlt,
und es braucht den Willen zu einer Zusam-
menarbeit.
Franz Josef Meyer (VBE-Bezirksvorsitzen-
der Weser-Ems) ging anschließend auf die
Studie der Bertelsmann-Stiftung zur „Leh-
rer-Umfrage – Auf dem Weg zum Team-
spieler“ ein. (www.bertelsmann-stiftung.
de) Kooperation in der Schule prägt bereits

heute den Alltag der Lehrkräfte, jedoch
beschränkt sich diese weitestgehend auf
den Austausch von Materialien. 97 Prozent der Befragten erachten die Zusam-men- arbeit mit ihren Kollegen als wichtig,
jedoch ist dies im Alltag Schule bisher
wenig verbreitet. Besonders schwach aus-
geprägt ist die Feedbackkultur innerhalb
des Lehrerkollegiums. Insgesamt bedeutet
für die meisten Lehrkräfte eine Zusammen-
arbeit gleich Mehrarbeit. Eine wichtige
Voraussetzung für eine intensive und enge
Teamarbeit ist die Unterstützung durch die
Schulleitung.

Zu zweit ist man weniger allein
Den Hauptvortrag der Veranstaltung hielt
Frau Dr. Inge Krämer-Kilic, Seminarrekto-
rin am Studienseminar für Sonderpädago-
gik in Hannover. Dieser befasste sich mit
dem Thema „Zu zweit ist man weniger
allein – Chancen der Teamarbeit für Lehr-
kräfte“. Hier wurde u. a. auf die Berufsein-
stiegsphase sowie das Lehrerbild und die
Lehrerrolle eingegangen. Die Teilnehmer
konnten sich Gedanken machen, in wel-
cher Phase sich jeder Einzelne gerade
befindet. Wie ist das Empfinden in der
Rolle als Lehrer, was erwartet einen und
welchen Herausforderungen muss man
sich stellen? Gleichzeitig gibt es in der
Gesellschaft ein vorherrschendes Lehrer-
bild, welches fernab der realen Situation
ist. Dazu zählt beispielsweise die Annahme, dass Lehrer nach Schulschluss immer frei haben oder viel mehr Urlaub haben als andere Arbeitnehmer. Neben diesen Vorurteilen müssen sich Lehrkräfte den erhöhten Anforderungen und Aufgaben unserer pluralisierten Gesellschaft stellen.
Weiterhin ging Frau Krämer-Kilic auf das
Unterrichten und seine Bedeutung in
einem multiprofessionellen Team sowie
auf den Begriff der Kooperation in Bildung
und Erziehung ein. Unterrichten in einem
multiprofessionellen Team bedeutet
gemeinsame Verantwortung tragen, Kom-
petenztransfer sowie gegenseitige Hilfe, die
somit zu einer gemeinsamen Entlastung
führt.

Daran anschließend wurde den Teilneh-
mern Praxiswissen vermittelt, welches
Frau Krämer-Kilic aus ihren eigenen Erfah-
rungen in der Lehre mitbrachte. Dabei
wurden die einzelnen Ebenen in Betracht
gezogen: die persönliche Ebene (Das
bringe ich mit!); die Beziehungsebene (So
gehen wir miteinander um!); die schulor-
ganisatorische Ebene (Das ist der Arbeits-
rahmen!); die rechtliche Ebene (Vorgaben
und Verpflichtungen!). Auf persönliche
Voraussetzungen für eine erleichterte
Zusammenarbeit, eine professionelle Kommunikation sowie auf die Rolle der Schulleitung im Bereich der schulorgani-satorischen Ebene wurde genauer eingegangen.

Teamarbeit als Chance!
Zusätzlich stellte Frau Krämer-Kilic Bedin-
gungen vor, die eine Zusammenarbeit
erleichtern. Hierzu zählen bspw. der
Besuch von gemeinsamen Fortbildungs- veranstaltungen, eine Klärung über die Art der Kommunikation wie auch eine verbindliche Klärung der Zuständigkeiten und Aufgaben untereinander. Wichtig ist es, seine eigene Rolle wahrzunehmen. Merkmale, die ein professionelles Handeln auszeich-
nen, und Konfliktindikatoren im persönli-
chen Verhalten wurden aufgezeigt. Die
Teilnehmer konnten immer wieder ihre
eigene Rolle und Situation reflektieren und
sich mit anderen Teilnehmern austau - schen, sodass es ein kommunikativer und
abwechslungsreicher Vortrag wurde, der
von der Mehrheit positiv aufgenommen
wurde.
Nach der Mittagspause nahmen die Teil-
nehmer an berufspraktischen Workshops
teil, die von erfahrenen Lehrkräften zu
diesen Themen geführt wurden: Zeitma-
nagement, Elterngespräche führen,
Umgang mit schwierigen Schülern, Klas-
senmanagement, Work-Life-Balance und
kollegiales Coaching.
Die Teilnehmer konnten ebenfalls die
Medienausstellung im Foyer besuchen.
Neben verschiedenen Verlagen war der
VBE Niedersachsen und die BB Bank mit
einem Informationsstand vertreten.
Text/Foto: HoS
Teamarbeit als Chance!

 

Erste­Hilfe­Kurse für Lehramtsstudierende in Vechta

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Aufgrund des großen Interesses an einem Erste-Hilfe-Kurs konnte der VBE-Kreisverband Vechta im Frühjahr
2016 bereits drei Kurse anbieten.

Als Partner des DBB-Vorsorgewerks wird
der Kreisverband dabei wie in den Vorjahren von der Axa-Versicherung in Vechta unterstützt. „So ist es uns möglich, für Interessierte einen kostenlosen Erste-Hilfe-Kurs, der für die Einstellung in den Schuldienst (Vorbereitungsdienst) als eine Voraussetzung nachgewiesen werden muss, anzubieten“, sagte Reinhard Sundermann, Kreisvorsitzender des Kreisverbandes Vechta.
Der Kreisverband Vechta bietet zudem regelmäßige VBE-Infoveranstaltungen für alle Lehramtsstudierenden unter dem Titel

"Einstieg ins Referendariat“ an. Am 11. Mai 2016 von 16 bis 17.30 Uhr erhielten die zahlreichen Interessenten Informationen über:

  • das Bewerbungsverfahren für das Referendariat,
  • Beihilfe, rechtliche Grundlagen und Versicherungsfragen, 
  • Benotungs- und Bewertungskriterien und Einstellungskriterien.

Zudem gab es Tipps zur Wahl des Seminarstandorts und für einen erfolgreichen Einstieg ins Referendariat. Im Anschluss an die Informationsveran- staltung wurden wieder Erste-Hilfe-Kurse angeboten.                                            reu

 

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