21.12.2017

VBE Landesvorsitzender Franz-Josef Meyer zu Fake News des Philologenverbandes:

„PHILOLOGENVERBAND VERMUTET VERSCHWÖRUNG GEGEN DAS GYMNASIALE LEHRAMT!“

- Berechtigte Forderung auf >mindestens A13 für alle< ist politisch als notwendig erkannt –

 
 

„In Kreisen des niedersächsischen Philologenverbandes soll ein Schreiben des ewigen Geschäftsführers zur Zeit kursieren, in dem behauptet wird, hinter der vom VBE bereits seit 2011 geforderten Besoldungseinstufung aller Lehrkräfte in Niedersachsen >mindestens A13< (Gusy Gutachten) stecke ein Anschlag auf die selektive Lehrerbildung. Es wird dort verschwörerisch das Phantom des Einheitslehrers –ein Abwehrkampfbegriff aus den 70er Jahre des letzten Jahrhunderts - als Ziel der gemeinsamen Forderung von VBE, GEW, Grundschul-/ Schulleiterverband beschworen. Fest gemacht wird dies an den die Forderung anerkennenden Aussagen aus den SPD-/CDU-Regierungsfraktionen sowie der FDP-/Grünen Oppositionsfraktionen, die den Niedersächsischen Landtag zum Handeln auffordern“. Mit diesen Worten reagiert VBE-Vorsitzender Franz-Josef Meyer auf Berichte aus der Lehrerschaft.
„Damit will man der in anderen Bundesländern bereits vollzogene bzw. eingeleitete Neubewertung des Grundschullehramtes in A13 (sowie der Lehrämter im Sekundarbereich I) folgen und den Lehrermangel sowie der erweiterten pädagogischen Aufgaben durch eine professionelle qualitative Nachwuchsgewinnung begegnen. Im Übrigen haben gerade die jetzigen Masterabsolventen gute Argumente, denn sie erfüllen die im nds. Beamtenrecht und in der nds. Laufbahnverordnung festgelegten Voraussetzungen für den Zugang zur Laufbahngruppe 2 (mindestens A13). Die zurzeit geltende Verordnung zum Laufbahnrecht der Laufbahngruppe 2 der Fachrichtung Bildung (NLVO-Bildung/2010) ist bis heute eine haushaltpolitisch motivierte Diskriminierung für die Inhaber einer Lehrbefähigung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen, Realschulen sowie für Sonderpädagogik, die es aufzuheben gilt.“
Meyer weiter auf die vom PHV-Vorsitzenden Audritz verlautete Bekämpfung (HAZ v.20.12.2018) der von Kultusminister Grant Hendrik Tonne angekündigte Abordnung von zusätzlich eingestellten Lehrkräften des gymnasialen Lehramtes in den nds. Schuldienst an die Grundschulen zur Abdeckung des Unterrichtsausfall eingehend:
„Es ist schon bedauerlich, dass der Philologenverband dem gymnasialen Lehrernachwuchs nur geringe pädagogische Profession zutraut, so dass diese nicht anstelle von pädagogische Laien wie die zur Zeit angeworbenen Seiten- und Quereinsteiger eine gute fachliche und methodische Grundschultätigkeit ausüben können. Nicht nur aus anderen Bundesländern sondern auch aus niedersächsischen Grundschulen werden bei entsprechender Unterstützung große Zufriedenheit gemeldet. Die Forderung des PHV-Vorsitzenden auf vorübergehende Aussetzung der seit 2001 eingeführten >Verlässlichen Grundschule> bewertet der VBE als peinlichen Ausrutscher angesichts der gesellschaftlichen zentralen Schlüsselstellung der Grundschule neben dem gesicherten Kita-Angebot für die Bildungs-, Familien- und Sozialpolitik“.
Meyer abschließend: „ Der VBE wird sich mit seinen Bündnispartnern für eine baldige Umsetzung der Generalforderung >mindestens A13 für alle< mit aller Kraft gegenüber dem nds. Landtag und der Koalitionsregierung von SPD und CDU einsetzen. Den PHV fordert er auf, die Strategie der >Fake News< gegenüber der schulpolitischen und landespolitischen Öffentlichkeit aufzugeben“.

Presseartikel in der Oldenburgischen Volkszeitung, Vechta vom 29. 12. 2017

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