05.02.2018

VBE-Vorsitzender Franz-Josef Meyer beim 23.Grundschultag 2018:

„NIEDERSACHSEN IST KEIN LAND DER MEDIENMUFFEL!“

-Gemeinsamer Masterplan für Schulen von Kommunen und Land gefordert-

 
 

Einen verpflichtenden Masterplan, der die Umsetzung der verabredeten Medienkompetenz als zukunftssichernden Bildungsauftrag finanziell garantiert, hat VBE Vorsitzender Franz-Josef Meyer zur Eröffnung des 23. Grundschultags im Oldenburger Münsterland im Cloppenburger Kreishaus als eine gemeinsame Aufgabe kommunaler Schulträger und der Landesregierung gefordert:
„Der in Berlin zwischen den Koalitionären ausgehandelte Zukunftspakt Bildung - insgesamt 11 Milliarden Euro, davon 5 Milliarden für die bundesweite Digitalisierung der Schulen - sollte der letzte Anstoß sein, jetzt bei der bereits von der alten Landesregierung 2016 beschlossenen „Medienkompetenz in Niedersachsen – Ziellinie 2020“ nicht länger zu „kleckern sondern zu klotzen“. Die Bereitschaft dazu ist in allen Schulen vorhanden. Niedersachsens Pädagogen sind keine Medienmuffel“.
Der VBE-Vorsitzenden verwies in Anwesenheit von Kultusminister Grant Hendrik Tonne auf die Risiken hin, die diesen erweiterten Bildungsprozess verlangsamt bzw. beschleunigt. Dazu gehört:
- der gemeinsame politische Wille von Land und Kommunen zur finanziellen Unterstützung beim räumlichen und technischen Umbau der Schulen;
- die Sicherstellung des Anschlusses an das schnelle WLAN, eine anspruchsvolle Ausstattung mit schulspezifischer Hard- und Software und eine verlässliche Systemadministation;
- ausreichende Ressourcen zur Entwicklung von flächendeckenden ortsnahen Fortbildungsangeboten ebenso wie die Entwicklung von Medienkompetenz in Kooperation mit der Landesschulbehörde, der Landesmedienanstalt und dem Nds. Landesinstitut für Schulqualität;
- die Erweiterung der verbindlichen Vorgaben im Lernen in der Grundschule und im Fachunterricht aller Schulformen zur Umsetzung der Medienbildung;
- die Sicherung personeller Ressourcen zur Systembetreuung durch Anrechnungsstunden, damit die Realisierung nicht an der Beliebigkeit der einzelnen Schule hängen bleibt;
Franz-Josef Meyer abschließend: „Wir sind uns als Lehrerschaft bewusst, dass zu guter Medienbildung der souveräne Umgang mit der Technik und das Bewusstsein um die Risiken digitaler Kommunikation ebenso wie das Lernen mit den digitalen Medien gehört. Digitale Bildung muss guter Bildung dienen, nicht umgekehrt. Schließlich mündet gute Medienbildung in reflektierende Lese- und Anschauungsbildung, die den Weg für jeden einzelnen in ein selbstbestimmtes und sozialintegriertes Leben fördert.“

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