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Hannover, 13.04.2010 -04
VBE-Vorsitzende zum Schuljahresende 2009/2010 besorgt:

„DEN KLEINEN SCHULEN GEHEN DIE LEITUNGEN AUS!“

- Zweizügigkeit ist Mindestgröße für Qualitätsentwicklung –

„Die vielen unbesetzten und wiederholt ausgeschriebenen Grundschulleiterstellen im Land zum Schuljahresende 2009/10 sind nicht nur klare Indizien für schlechte  bis miserable Arbeitsbedingungen und unattraktive Bezahlung, sondern auch für die demografisch bedingte Grundschulmisere.“ So versuchte Landesvorsitzende Gitta Franke-Zöllmer auf Presseanfrage am Dienstag in Hannover die Ursachen der vielen unbesetzten Schulleitungen zu beschreiben.

„Schulträger – wie Städte und Kommunen – und Schulverwaltung müssen gemeinsam vor Ort vernünftige und längerfristige Lösungen im Hinblick auf die rückläufigen Schülerzahlen entwickeln. Im Vordergrund haben dabei Fach- und Kompetenzansprüche der Schülerinnen und Schüler im ländlichen Raum zu stehen. Um eine Benachteiligung gegenüber Kindern aus Stadtregionen beim Wechsel auf weiterführende Schulen zu vermeiden, ist als Mindestgröße eine Zweizügigkeit vorzugeben,“ so Franke-Zöllmer.

Weiträumige Lösungen würden der Situation in keiner Weise gerecht. Kombiklassen bzw. jahrgangsübergreifender Unterricht verschleierten das Problem oder würden es sogar verschärfen. Generell fehlten den Schulleiter/-innen die Möglichkeiten zur effektiven Qualitätsentwicklung. In der Regel seien sie darüber hinaus die einzige Führungskraft ihrer Schule. Erschwerend komme hinzu, dass oftmals Verwaltungskräfte kaum oder gar nicht zur Verfügung stehen und ein Hausmeister nur sporadisch vorbeischaut. Die im Schulverwaltungsblatt des Kultusministeriums zum Teil wiederholt ausgeschriebenen vakanten Stellen in allen ländlichen Regionen des Landes sprächen Bände.

Franke-Zöllmer abschließend: „Für Innovation oder auch für die Fortbildung der Kolleginnen und Kollegen sind kleine Systeme einfach nicht optimal und das zum Nachteil unserer Kinder. Dies gilt auch für die kleinen Schulsysteme der Sekundarstufe I. Viele Kommunen haben das inzwischen erkannt und streben nach Lösungen, die sowohl für Schüler als auch für Lehrer und Schulleitungen vernünftige Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten bieten und sich wohltuend von starren Landesvorgaben abheben.“



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