13.09.2018

VBE-Landesvorsitzender Franz-Josef Meyer zur heutigen Lehrerdemonstration:

„VBE IM AKTIONSBÜNDNIS BILDUNG STREITET MIT FÜR EIN
QUALIFIZIERTES ÖFFENTLICHES SCHULWESEN!“

- Beim Anliegen »mindestens A13 für alle Lehrkräfte« sind wir uns verbandsübergreifend einig -

 
 

„Mit den Kernforderungen nach gut ausgebildeten und gut bezahlten jungen Lehrkräften auch in der Grundschule, den Schulformen der Sekundarstufe I und im Förderschulbereich beteiligt sich der VBE Niedersachsen auf Einladung der GEW zusammen mit den weiteren Partnern des Aktionsbündnisses (Schulleitungsverband, Grundschulverband, Verband Sonderpädagogik) an der heutigen Demonstration vor dem Niedersächsischen Landtag. Es ist »Fünf nach Zwölf« im bundesweiten Wettbewerb um die besten Lehrkräfte – nicht nur am Gymnasium. Die Haushaltsgesetzgeber müssen jetzt die Weichen in Richtung »mindestens A13 für alle Lehrer/-innen« stellen. Ansonsten verliert unser Land weiter den An-schluss an qualifizierte Bildungs- und Anschlusswege für alle Kinder und Jugendlichen in diesem Land. Auf diese Schieflage für Schüler/-innen aus der Zuwanderungsgesellschaft und aus sozial instabilen Mili-eus hat die neueste OECD-Studie für Deutschland vergangene Woche erneut hingewiesen “, so der VBE-Landesvorsitzende Franz-Josef Meyer auf Presseanfragen vor dem Beginn der Demo.
Meyer ergänzend: „Die zunehmende Zahl von Quereinsteigern ohne erziehungswissenschaftliche und schulpädagogische Grundkenntnisse verschärft – laut aktueller Bertelsmann-Studie vom 13.9.2018 - die schlechten Startbedingungen gerade für diese Kinder. Dies darf nur der Notfall bleiben, parallel dazu müssen dringend die Ausbildungskapazitäten an allen lehrerbildenden niedersächsischen Universitäten erweitert werden, die Quereinsteiger mit ausreichenden Stundendeputaten an den Studienseminaren schulpädagogisch qualifiziert und von entlasteten Mentoren im Unterrichtsalltag nachhaltig begleitet wer-den. Dabei kann vor allem auf erfahrene Kolleginnen und Kollegen sowie pensionierte Lehrkräfte zurück-gegriffen werden“.
Meyer weist mit Sorge auf die hohe Zahl vorzeitig – meistens erschöpft - aus dem Dienst ausscheidenden Lehrkräften hin, die weitere Löcher in die Unterrichtsversorgung reißen. Dies ist durch die Verweigerung von Entlastungsstunden ab 58 bzw. 60 Jahren durch die nds. Landesregierungen zum hohen Maße selbst-verschuldet. Der VBE erwartet hier kurzfristig ein mutiges Handeln durch 2 weitere Ermäßigungsstunden zur Sicherung der Lehrergesundheit (in NRW haben die Lehrkräfte ab 60 Jahren 3 Ermäßigungsstunden).

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