30.01.2020

VBE-Landesvorsitzender Franz-Josef Meyer zum Halbjahreszeugnis der 4. Klassen:

„GEBT DEN KINDERN EINE CHANCE BEI DER SCHULWAHL!“

Lehrermangel an SEK-I-Schulen beeinflusst Elternentscheidung bei Schulformwechsel

 
 

"Am Freitag bekommen alle Schülerinnen und Schüler ihre Halbjahreszeugnisse. In der 4. Klasse geht es bereits um die Vorentscheidung für eine passende weiterführende Schule. Eltern favorisieren dabei oft das Gymnasium als beliebteste Schulform in Niedersachsen - kein Wunder angesichts der besten Lernvoraussetzungen mit einer überdurchschnittlich guten Versorgung mit Lehrkräften", so die Einschätzung des VBE-Landesvorsitzenden Meyer.

Dabei sollten die Eltern bei ihrer Entscheidung sich immer an den Möglichkeiten Ihres Kindes orientieren. Auch bei verständlicher Sorge um die Zukunft Ihres Kindes sollten Eltern die Wahl so treffen, dass Ihr Kind gute Chancen auf Erfolgserlebnisse hat und seine Lernfreude und Lernmotivation erhalten bleibt. Die in den 4. Klassen vorgeschriebenen Beratungsgespräche mit Eltern und Schülern sind eine gute Basis die geeignete weiterführende Schulform zu finden, an der ihr Kind optimal lernen kann.

"Es ist eine Schande, dass die politisch Verantwortlichen nicht in der Lage sind, für alle weiterführenden allgemein bildenden Schulen die gleichen Startvoraussetzungen mit einer guten Unterrichtsversorgung zu schaffen. Die einseitige Fokussierung auf das Gymnasium lässt den anderen Schulformen keine Chance im Wettbewerb um die beste weiterführende Schule", so Meyer.

Der reale Wert eines guten mittleren Abschlusses rückt angesichts der desolaten Unterrichtsversorgung an Haupt- und Oberschulen immer mehr aus dem Blickfeld. Dies hat fatale Folgen für den Nachwuchs in Handwerk, Wirtschaft und Dienstleistung.

Meyer abschließend: "Das niedersächsische Schulsystem ist durchlässig, so dass in jeder weiterführenden Schulform im Sekundarbereich I alle Abschlüsse einschließlich der Berechtigung zum Wechsel in die Sekundarstufe II des Gymnasiums erworben werden können. Wir appellieren deshalb an die Eltern bei ihrer Entscheidung immer das Wohl des eigenen Kindes im Blick zu haben und dabei die Empfehlungen und Ratschläge der Lehrkräfte als wichtige Orientierungshilfe zu berücksichtigen".

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