11.09.2018

VBE-Landesvorsitzender Franz-Josef Meyer an den Niedersächsischen Landtag:

„EINSTIEGSAMT MINDESTENS A13 FÜR ALLE LEHRKRÄFTE!“

- Beamten- und besoldungsrechtliche Vorgaben in Niedersachsen längst gegeben –

 
 

„Trotz leergefegtem Lehrermarkt bei steigenden Schülerzahlen für die nächsten fünfzehn Jahren (KMK) sowie akutem Mangel an Lehramtsstudierenden vor allem der Lehrämter für die Grundschule und die Schulformen der Sekundarstufe I kann sich die niedersächsische Landesregierung im Gegensatz zu den benachbarten Bundesländern noch nicht zu einem nachhaltigen Gegensteuern entschließen. Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, aber auch Sachsen und Berlin steigern die Attraktivität dieser Lehrämter durch (schrittweise) Anhebung des Einstiegsgehaltes in die Besoldungsgruppe A13/EG13. Der vom Landeskabinett – laut Kultusminister Grant Hendrik Tonne – eingeleitete Prüfauftrag vor den Haushaltsberatungen ist überflüssig, denn die beamtenrechtlichen Voraussetzungen sind seit 2009 (NBG) und 2011 (NBesG) längst gesetzlich verankert.“
Mit diesen Worten wendet sich VBE-Landesvorsitzender Franz-Josef Meyer in einem OFFENEN BRIEF an die Abgeordneten der regierenden SPD-/CDU-Koalition und an die Fraktionsvorstände von FDP und den GRÜNEN.

Er erwartet von der SPD- und CDU-Fraktion für den VBE „ein klares Bekenntnis zu A13 für alle Lehrkräfte“ als Einstiegsamt. Gleichzeitig würdigt der Verband die beiden Oppositionsfraktionen für ihre entschiedenen Positionen bei der Lehrer-(einstellungs)-politik zur Sicherung der Bildungsqualität für alle Schülerinnen und Schüler im öffentlichen Schulwesen.

Der VBE-Landesvorsitzende zeigt sich äußerst irritiert über ein an Gymnasien kursierendes Rundschreiben einer Lehrerorganisation, in der vor den berechtigten Forderungen »mindestens A13 für alle Lehrkräfte« gewarnt wird, obwohl niemand schlechter gestellt werden soll. Meyer stellt fest: „Trotz veränderter Lehrerausbildung, gleich langem universitären Studium, gleich langem Referendariat, trotz der Tatsache, dass alle Lehrkräfte unabhängig von Schulstufe und Schulform heute Schlüsselqualifikationen vermitteln, Kinder mit und ohne Handicap unterrichten, Kinder mit Migrationshintergrund integrieren und mit Heterogenität umgehen, richtet sich die Bezahlung von Lehrerinnen und Lehrern in Niedersachsen immer noch nach einem sozialen Ranking aus dem 19. Jahrhundert. Dieses Ranking entspricht schon lange nicht mehr der Realität in den Schulen.“

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